ich will’s, ich mach’s

bei mir um die ecke hängt so eine riesenplakatwand und darauf sind zur zeit plakate der kampagne machsmit. genauer: ein typ, der es mit herzklopfen macht und eine frau, die es mit ihrem mann macht. die kampagne ist die fortsetzung der ich will’s-serie (zum beispiel mit diesem motiv).  ich find die kampagne gut, weil sie sexpositiv ist und weil sie zeigt, dass sehr unterschiedliche leute sex haben – also mit bestimmten stereotypen vorstellungen von jugendlichkeit etc. durchaus kritisch umgeht.

und bei all dem positiven kriege ich jedes mal einen, wenn ich das sehe, einen kleinen stich und frage mich, wie sich das wohl anfühlt, zumindest ab und an sex zu haben. und nicht jedesmal wochenlang irgendwelche dates zu suchen, die dann in der regel doch nicht hinhauen. oder gar die krönung: jemand, der gern und öfter mit mir sex haben würde. vielleicht sogar mit emotionen. der vielleicht sogar eine art beziehung mit mir eingehen…. nein. das führt vermutlich zu weit. das kann ich inzwischen, nach elf jahren ohne all das, nicht mehr erwarten. wahrscheinlich kann ich froh sein, wenn ich ab und zu noch einen abkriege. und das macht mich einfach sehr traurig. und dann werde ich wütend, weil ich so viele kenne, die natürlich einfach viel besser aussehen als ich und die einfach regelmäßig jemand finden oder haben, mit dem sie körperliche nähe austauschen können. für die das so normal ist und die mir erzählen, dass sie gar nicht verstehen, wie ich das aushalte. (vielen dank übrigens. vielleicht ist es ja wirklich sehr schwierig auszuhalten und ich hätte es gern anders). aber scheinbar ist irgendwas an mir, das die leute von mir wegtreibt.

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